Das Leitbild unseres Schutzkonzepts

Der christliche Glaube bekennt: Jeder Mensch ist als Gottes Ebenbild geschaffen. Dies verleiht uns Menschen unantastbare Würde – unabhängig von Alter, Geschlecht, Milieu, körperlicher oder geistiger Einschränkung, ethnischer Herkunft, Religion oder sonstiger Merkmale.

Jesus hat in besonderer Weise die Würde von Kindern, Verletzlichen und Ausgegrenzten betont und sich mit ihnen identifiziert („Wer einen von ihnen aufnimmt, nimmt mich auf.“ Mk 9,37). Er hat gerade Ihnen das Reich Gottes zugesprochen (Lk 18,16, Lk 6,20) und deutlich gewarnt vor der Verletzung ihrer von Gott gegebenen Würde: Gottes besonderer Schutzanspruch gilt ausdrücklich den Kindern (Mt 18,5-10) und anderen schutzlosen Personengruppen (2. Mose 22,20-22; Mt 25,31-45). Die Tragweite eines Übergriffes gegenüber Schutzbedürftigen kann nicht überschätzt werden.

In unserer Kirchengemeinde und im CVJM wollen wir diese Würde achten. Eine Kernaufgabe christlicher Verkündigung in Wort, Tat und gelebter Gemeinschaft ist es in den Begegnungen diese Würde zu bekräftigen und spürbar zu machen. Umso schwerer wiegen Übergriffe im gemeindlichen Kontext. Wir übernehmen Verantwortung für den Schutz der uns anvertrauten Personen vor grenzüberschreitendem Verhalten und Übergriffen, vor physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt.

Verbale und körperliche Übergriffigkeit und Gewalt sind Bestandteil einer Welt, die von der Gottes- und Nächstenliebe entfremdet lebt. Gewalt soll keinen Raum in unserer Gemeinde und dem CVJM haben. Wir wollen Menschen, ganz besonders Kindern und Jugendlichen, sichere Räume bieten, in denen sie Gottes Segen erfahren können. Wir wollen einen sicheren Rahmen schaffen, in dem Nähe, Gemeinschaft und geteilter Glaube erlebt werden können.
Wir wissen dabei um die Realität, dass da, wo Menschen einander begegnen, stets auch das Risiko für Verletzungen und Fehler besteht. Diese werden, wenn sie geschehen, nicht verschwiegen. Wo es zu Grenzüberschreitungen oder gar Übergriffen kommt, unterstützen wir aktiv den Umgang mit Beschwerden und Fehlern. Dabei orientieren wir uns an einer Kultur der Achtsamkeit.

In unserem Verhaltenskodex, den alle hauptberuflichen, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden unterschreiben, wird deutlich, wie dieses Leitbild in unserer täglichen Arbeit konkret wird.

 

Zurück zur übergeordneten Seite